Verbands-Infos

Geschichte

Dem heutigen Holzbildhauer Verband Schweiz (HVS) gehen die beiden Vereinigungen

 

- Verband Schweizer Holzbildhauer (VSHB) und

- Verband Brienzer Holzbildhauer (VBH)

vor.

 

Die Holzbildhauerei verlor zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Vereinfachung des Möbelstils stark an wirtschaftlicher Bedeutung. Auch der wachsende Konkurrenzdruck der Maschinenindustrie bewirkte, dass unser Berufsstand damals ganz drastisch restrukturiert wurde.

 

Um gemeinsam diesen Problemen gegenüberzutreten und die Bildhauerzukunft aktiv mitzugestalten, verbündete man sich in der Form von Verbänden:

 

1932 entstand der Verband Berner Oberländer Holzbildhauer (BOH), welcher später zum Verband Brienzer Holzbildhauer (VBH) umbenannt wurde. Der Verband Schweizer Holzbildhauer (VSHB) wurde 1948 aus diversen kantonalen Teilverbänden gegründet. Der Verband Brienzer Holzbildhauer (VBH) wollte jedoch eigenständig bleiben und suchte keinen Anschluss an den Schweizer Verband. Erst Ende 2013 haben sich die beiden Verbände zu einer Zusammenschliessung entschlossen.

 

Die am 23. November 2013 neu gegründete Vereinigung trägt nun den Namen Holzbildhauer Verband Schweiz (HVS) und wird sich aktiv für seine Mitglieder einsetzen.

 

Aufgaben Heute:

 Ziel des HVS ist es, den Beruf in jeder Weise zu fördern:

 

Angefangen im Bildungswesen und der Grund- und Weiterbildung. Zudem ist es dem HVS ein Anliegen, die Holzbildhauer untereinander in Kontakt zu bringen und sie beruflich zu stützen, wie auch die Berufsinteressen nach Aussen mit Öffentlichkeitsarbeit zu vertreten. Dies wird verwirklicht durch den „Schnitzpunkt”, einem Mitteilungsblatt, welches drei Mal jährlich erscheint; der Website www.holzbildhauerverband.ch; Bildungsreisen, Veranstaltungen von Ausstellungen, Wettbewerben, usw.

 

Mitglieder

Ursprünglich wurde der Verband durch den Zusammenschluss von wenigen Selbständigen gegründet. Die geschätzten Leistungen des Verbandes sind der Grund, dass die Mitgliederzahl stetig stieg und sich bei ca. 100 Aktivmitgliedern und zusätzlichen ca. 30 Abonnenten des Schnitzpunktes eingependelt hat.

 

Freundschaftliche Kontakt

Regelmässige Kontakte bestehen seit Jahrzehnten mit der Holzbildhauerinnung Baden-Württemberg. Diese Freundschaften über die Grenzen führten dazu, dass schon seit vielen Jahren diverse Aktivitäten – Reisen, Weiterbildung, Ausstellungen, Symposien - gemeinsam durchgeführt werden.

 

Berufsverhältnisse

Die organisierten HolzbildhauerInnen in der Schweiz bilden mit ca. 80 Berufstätigen eine kleine Gruppierung.

Betriebe, welche schon seit mehreren Jahrzehnten bestehen, sind meist auf einem Fachgebiet spezialisiert.

Junge BildhauerInnen finden ihren Arbeitsbereich sehr oft in der ‚neuzeitlichen’ Gestaltung.

Untereinander besteht ein kollegiales Verhältnis. Gegenwärtig ist das Interesse an der Ausbildung gross. Die Ausbildung wird an der Schule für Holzbildhauerei und in ca. 4 Lehr- bzw. Dual- Betrieben angeboten.

 
Für die LehrabgängerInnen stehen jedoch nur vereinzelte Arbeitsstellen zur Verfügung. Daher treten einige nach der Ausbildung direkt in den selbständigen Erwerb und/ oder bilden sich im bildnerisch-gestalterischen Sektor weiter oder benutzen das Erlernte als Sprungbrett für anverwandte Berufe.
 
Wer nebst der Begabung und dem Talent festen Willen und zähe Ausdauer mitbringt, wird mit dieser Tätigkeit wohl kaum grossen Reichtum erlangen, jedoch ein erfülltes und sinnvolles Berufsleben.